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Wenn Menschen mauern…

Letztens las ich diesen Post auf Facebook:

Es ist egal, ob ein Mensch nicht will oder nicht kann.

Gegen seine Mauern kommst Du niemals an.

Die Hilflosigkeit, die in diesen zwei Sätzen zu Tage kommt, hat mich sofort ergriffen. Aus vielen Kommentaren ging eine spontane Zustimmung mit der Verfasserin hervor und man verurteilte die Haltung des Menschen, der mauerte.

Wie es zu dem Mauern kommt und wie man es vielleicht ändern kann, erfährst du hier. Viele halten das Mauern für ein typisches Kommunikationsproblem, doch wie du gleich erkennen wirst, reicht das nicht.

 
Was ist eine Mauer?

Meine erste Assoziation ist immer eine reale Mauer und je nach dem, um welches Thema es sich handelt, wechselt sie die Farbe – Mal ist sie rot, mal schwarz und manchmal auch weiß.

Im täglichen Leben gibt es überall Mauern. Manchmal sind sie real und sie treten als Zäune, Linien, Etagen u.a. auf und manchmal sind sie nur spürbar.

Doch all diese „Mauern“ grenzen ab, sie markieren. Besonders tricky sind die spürbaren, nicht tatsächlichen Mauern. Sie stehen oft im Kontext zu einer anderen Person. In vielen Redewendungen wird der Begriff „Mauer“ für ein unüberwindbares Hindernis genutzt. „Der mauert heute wieder total ab“ u.s.w.

Wo ist die Mauer?

Wenn ich früher „Mauern“ spürte, fühlte ich mich meistens davon umgeben, eingeschlossen. Die Welt erschien mir ungerecht und kompliziert zu sein. Ich dachte mir immer, es muss doch einfacher gehen und es dauerte auch nicht lange bis ich die Lösungen fand.

Heute kann ich auf Knopfdruck die Mauern der Menschen sehen und erkenne, dass ein vollkommen anderes Problem dahintersteckt. Virtuelle Mauern gibt es überall. Ob bei einem Gespräch zwischen Freunden, bei Verhandlungen oder in der Liebe. Manchmal bauen wir die Mauer bewusst auf, doch meist geschieht es unbewusst. Beobachten wir uns doch einmal selber, wann mauerst Du?

Wie entstehen Mauern?

Im Prinzip wissen wir es doch. Wir mauern, wenn wir in irgendeiner Form Schutz suchen. Doch wann suchen wir Schutz? Wenn wir uns bedroht fühlen, wenn wir unsere Ruhe haben wollen oder wenn wir uns abgrenzen wollen. Dahinter steckt immer eine Form der Angst und Angst hat viele Gesichter.

Die Ursachen der Ängste sind ebenso vielfältig. Einer dieser Ursachen könnte zum Beispiel der Gesprächspartner sein. Ohne es sich bewusst zu sein, kann man bei anderen Ängste auslösen.

Gelingt es uns die Ängste des anderen zu respektieren, weil sie auf seinen Lebenserfahrungen aufbauen können wir die Angst offen legen. Durch die Offenlegung der Angst verliert die Mauer ihre Basis!

Stellen wir uns ein Haus vor, es hat viele Zimmer, viele Räume und sie stehen alle auf einem Fundament. Wieso muss ich über den scheinbar bewussten Grund diskutieren, wenn ich das wirkliche Problem kenne?  

Wie kann ich Mauern einreißen?

Jeder von uns hatte schon einmal Angst und jeder hat es auch schon mindestens einmal im Leben mithilfe eines Freundes geschafft, seine Angst zu überwinden. Und wir alle waren auch schon einmal eben dieser Freund. Wir sind alle Meister darin, anderen mit ihren Ängsten zu helfen und Ihnen Mut zu schenken.

Anderen können wir viel leichter die Angst nehmen, egal ob wir oder etwas anderes der Auslöser der Angst ist. Nur paradoxerweise haben wir alle Schwierigkeiten damit, uns selbst Mut zumachen und uns selbst gut zuzusprechen.

Angst lässt somit Mauern entstehen, es ist nicht nur ein reines Kommunikationsproblem. Wenn wir das nun schon wissen, kann man viele Missverständnisse vermeiden. Indem man den Fokus nicht auf das Mauern, sondern eher auf eventuelle dahinter liegenden Ängste seines Gegenübers legt. Des weiteren, können und sollten wir einen großen Fehler vermeiden, nämlich das Mauern unseres Gegenübers persönlich zu nehmen.

Natürlich ist das alles leichter geschrieben als tatsächlich umgesetzt. Doch Übung macht den Meister! 😉 Vertrau `dir selbst. Du weißt, dass du es kannst. Auch du kannst Mauern einreißen!

Trösten und Mut zusprechen sind intuitive Handlungen. Jeder kann es.

Und wenn du mal wieder einem Menschen begegnest, der mauert, dann freue ich mich, wenn du dich an diesen Glücks-Blog erinnerst und ihr beide ein neues Verständnis aufbauen könnt!

Für dich, für uns, für mehr Glück in der Welt…

Dein
Peter Christian